zurück Erdzwerg Wirbelwind

 

Kinder im magischen Zeitalter

Die Welt mit anderen Augen sehen.

Geschichte

Woher kommst du. (Fiktion)

Interview mit Erdzwerg Wirbelwind
 

Diana und Erdzwerg Wirbelwind im Gespräch

über Sinn und Zweck

einer Leitfigur im Waldspielgruppen-Alltag!

 

Seite in Bearbeitung!!!!!!!


Diana: Hallo Erdzwerg Wirbelwind, schön, dass es dich gibt.

WiWi: Hallo Diana, danke ich freue mich hier zu sein.

Du kannst mich auch WiWi  nennen.

Diana: Danke gerne. Also WiWi, wie bist du entstanden?

WiWi: Das erzähle und zeige ich dir sehr gern, es gibt zwei Entstehungsgeschichten, zum einen der geschichtliche Hintergrund (Fiktion), du weisst schon: "Erdzwerg Wirbelwind im Tal des Feuerwassers“, wo ich, meine Freunde und natürlich nicht zu vergessen mein Urgrossvater Bergbart wohnen.

Darauf komme ich gerne später zurück und dann gibt es die andere Entstehungsgeschichte (reale Leitfigur) und dazu gibt’s von mir eine Fotoreportage.

Diana: Genau! Komm, die schauen wir uns jetzt gemeinsam an.




Grafische Darstellung der Entstehung der fiktiven Figur in Skizzenform
 

 






 

 


Erste Skizzen - wie soll die Figur aussehen….    

 

 

 

 

 

 

 

 

    
 

Erste Tests z.B. fürs Titelbild einer Geschichte

 

Wahl der Darstellung; welcher Stift (fein-grob), was für Farben, wie die Detaillierung.

Ich entschied mich für feine Linien, eine Konturzeichnung, die ich dann individuell mit Farben füllen konnte.

 

Bei mir stand schon vorher fest, wie die Figur heissen wird, aber was sie alles kann, wurde mir erst bewusst, als die Figur ihre ersten Gehversuche machte.

 

                            

 

 

WiWi mit Schaukel  -  WiWi sitzend  -  WiWi in seinem Element

 


Ab jenem Moment, wo man sicher ist, so gefällt einem eine Figur, fängt sie an zu leben,

ob in Gedanken als Vorstellung, auf Papier als Skizze, oder als Figur aus Werkstoff.


Material:  Buchenholz, Sisalschnur, Filz, Draht, Wolle, Pinienkernen, Moos, Leim und Farbe.

Wahl der Grösse: sie sollte überall Platz haben, im Rucksack oder in einer Tasche, sodass sie nach dem Spiel auch schnell wieder verschwinden kann.

 



Grafische Darstellung der Entstehung der realen Leitfigur - Bastelarbeiten


 

 


 

WiWi als Skelett, erste Ankleideversuche.  ->  Gesicht; Augen, Nasen, Ohren und natürlich Hosen.  -> 

Die ersten Haare wachsen. -> Kopfbedeckung fixiert.                      

 

Aha, alles hält! -> Mantel geschneidert und Sonnenstrahl montiert -> Ein Rucksack brauchts auch!

                                                       

 

 

Rucksack, hier kann man auch etwas rein tun! -> Fix und fertig - So, ich bin parat -> Los geht’s!     

 


Diana: Aha, Moos auf dem Kopf hast du auch noch und einen gefangenen Sonnenstrahl??
    
WiWi: Ja, der gefangene Sonnenstrahl ist mit Draht auf dem Kopf befestigt, sodass ich überall ein bisschen Licht dabei habe.

Diana: Sehr schick, gute Idee!  Was bist du denn genau WiWi?

WiWi: Ich kann dir sagen, was ich nicht bin. Ich bin kein Fantasieprodukt zum Spielen wie Legos, Playmobile oder eine Barbypuppe, da gibt’s nämlich einen grossen Unterschied.

Ich als Leitfigur und auch meine Kollegen, z.B. die Handpuppen (Persona Dolls), sind sozusagen Hilfsmittel für die pädagogische und therapeutische Zusammenarbeit der Erwachsenen mit Kindern. Es gibt auch Fälle, wo Kinder eine Leitfigur führen, die Figur ist aber kein klassisches Spielzeug.
Mir als Leitfigur ist angedacht, dass ich regelmässig im Morgenkreis, durchs ganze Waldspielgruppenjahr mitwirken kann. Ich bin ein Utensil, ein Hilfsmittel das praktisch immer im Rucksack dabei ist, sodass ich auch spontan auftreten kann.


Diana: Ein Hilfsmittel, erkläre mir bitte noch genauer wie das funktioniert.

WiWi: Ich denke Kinder mögen es, wenn ich rede wie mir der Schnabel gewachsen ist, sage was ich denke und hinausposaune, was niemand sonst getraut auszusprechen.
Ich versuche Ängste, Widersprüchlichkeiten des Lebens gegenüber den Kindern auszudrücken. Ich kann Kinder ermutigen, selbst über Gefühle sprechen zu lernen, um diese dann besser zu verarbeiten.


Diana: WiWi, du sprichst vom Reden, Sprechen, Gefühle ausdrücken, wer verleiht dir die Stimme?

WiWi: In meinem Fall bist du es, z.B. als Waldspielgruppenleiterin. Du schaust immer mich an, wenn du für mich redest und ebenfalls, wenn du mich anredest. Ich schaue zu den Kindern, wenn ich mit ihnen rede und zu dir, wenn du mit mir redest. Ich tue dann so, wie wenn ich das alles täte. Ich bin dann deine Augen und dein Mund etc.


Diana: Was kannst du mir für Tipps geben, im Umgang mit dir, z.B. beim Sprechen und Bewegen?

WiWi: Wenn du mich mit der Hand hältst, ich dort bequem sitze, oder du mich auf einen z.B. Holzrugel stellst und hältst, spielst du zwei Rollen, mich und die deinige als Waldspielgruppenleiterin. Du kannst mir eine andere Stimme geben, welche zu meinem Charakter passt, sie sollte aber immer dieselbe sein. Wenn du für mich redest, musst du die Stimme immer etwas übertrieben darstellen, die Aussprache, sowie die Bewegungen sollten deutlich und nicht überhastet sein.
Wir halten ab und zu einen Dialog, um Nachzufragen, was genau gemeint ist. Durch diese Nachfragen hast du auch mal die Möglichkeit, die Kinder anzuschauen und nicht nur mich als Leitfigur.  
 


Diana: Bezüglich deinem Charakter, was, oder wie spielst du diesen?

WiWi: Meist passe ich mich etwas dem Thema an, sicher gibt’s Sachen, die kann ich von mir auch, ohne ein vermittelndes Thema sagen z.B., dass meine Lieblingsfarbe blau und ab und zu grün ist oder, dass ich gerne Nüsse esse und Holunderkonfitüre liebe, dass ich manchmal sehr scheu bin, oder nennt man das vorsichtig!?
Es geht ja darum, dass wenn ich zum Einsatz komme ein Verknüpfungspunkt gefunden wird und ich die Aufmerksamkeit steigern kann, indem ich etwas mitteile, das eine Verbindung zur Zielgruppe schafft. Darum sind spontane Offenbarungen manchmal sehr hilfreich, z.B. meine Ängste den Wespen gegenüber: Hilfe, Hilfe eine Wespe, halt mir die Wespe vom Hals, ich mag die so gar nicht..  so versuche ich einen Einstieg zu schaffen, um zu vermitteln, dass man Ruhe zu bewahren hat…., oder was ganz anderes: dass ich voll zu stolz bin, um zu fragen, dass ich auch gerne mal schaukeln möchte, darum lieber daneben schmolle…! Je nach zu vermittelnden Thema ist eine passende Umgebung von Vorteil!


Diana: Mir leuchtet jetzt ein, dass dein Verhalten und dein Auftreten bei besonderen Anlässen gerechtfertigt sind, aber wie ist das beim Waldfigurenspiel. Kannst du mir den Unterschied zu diesem Puppenspiel erklären?

 


WiWi: Ja versuche ich. Schau mich mal an, ich bin jetzt sozusagen vorgefertigt, habe ein Gesicht, Haare, Kleider und einen Rucksack. Ich bin WiWi und bleibe es so lange es mich gibt. Die Waldfiguren sind Geschöpfe, denen man nicht auf Anhieb ansieht was sie sind, die werden von dir und den Kindern magisch beseelt. Ihr haucht ihnen durch eure Vorstellung, eure Fantasie Leben ein. Die Figuren besitzen die Fähigkeiten, die du dir vorstellst.

Beispiel, du nimmst als Figuren einen Tannenzapfen und einen Stein, stellst dir vor, beides wären Zwerge, ein kleiner Zapfenzwerg, der gerade einen alten brummigen Steinzwerg besucht. Beide unterhalten sich. Durch diese Art Figurenspiel erhält das Kind sehr viel Freiraum für seine eigenen fantasiereichen Vorstellungen und vor allem wird es angeregt, das Material selbst im eigenen Spiel zu verwenden.

Mit beiden Arten, mit einfachen und mit vorgefertigten Figuren, können die Kinder:

 

  • in Themen eingeführt werden

  • Gruppenkonflikte angesprochen und thematisiert werden

  • durch Rituale geführt werden (Jahreszeiten, Geburtstag, Abschied…)  

  • ein Angebot führen, oder Sachinhalte einführen

  • den Miteinbezug von Naturmaterialen im Freispiel animiert werden


Wichtig ist auch, dass deine Gefühle ins Spiel einfliessen.

WiWi: Uuuiii Diana, ich hoffe ich habe dich jetzt nicht überladen mit Infos?

 
Diana: Nein, nein WiWi, deine Ausführungen waren für mich allesamt sehr spannend! Gerne frage ich nochmals nach, falls mir was einfällt. Wow, ich sehe du hast noch mehr mitgebracht. Was ist das für eine Grafik?

WiWi: Ja genau, ich habe hier ein Bild des Jahreskreises mit den vier Ebenen der Naturbegegnung vereint, um so eine symbolische Darstellung im Zusammenhang mit der Leitfigur darzustellen.

 

1. Begeisterung Wecken

2. Konzentrierte Wahrnehmung

3. Unmittelbare Erfahrung

4. Anregungen teilen


Dann siehst du einige Möglichkeiten für den Morgenkreis und noch weitere Beispiele, wo ich mitwirken kann.   



Diana: Nochmals danke und wir sehen uns wieder, bis bald.              Dez. 2015   © dida  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quellen:

kindergartenpaedagogik.de -> Kinder zum Sprechen ermutigen mit Persona Dolls

cms.eigenstaendig.net -> Hinweise zur Verwendung von Handpuppen

IG, Spielgruppen Bildung GmbH –> Margrit Gysin über Figurentheater

Olaf Möller -> Grosse Handpuppen ins Spiel bringen



 

Besucher:

© 2016 - 2020  by dida - with wix.com