Kinder im magischen Zeitalter

 

Die Welt mit anderen Augen sehen:

Die Feen im Wald sind am Wäsche waschen,

darum hat es heute sooo viel Nebel!

 

Die Esel machen IAAA, weil sie in der Eselschule nur die zwei

Buchstaben gelernt haben.

 

Die Fische sind immer durstig, darum leben

sie im Wasser.

 

Fantasie ist die Gabe unsichtbare Dinge zu sehen!

(Jonathan Swift)

 

 

Kleinkinder erleben die Welt noch lange nicht mit dem Wissen der Erwachsenen, sie brauchen noch viele Jahre, um das Geschehen um sie herum zu verstehen. All das, was die Kinder noch nicht durchschauen, verunsichert. Sie versuchen ihre eigenen Zusammenhänge zu schaffen, unter anderem mit Hilfe ihrer Fantasie. Das magische Denken zeigt sich entwicklungspsychologisch hauptsächlich in der Kindheit zwischen 3 und 6 Jahren. Jedes Kind durchlebt sie mehr oder weniger ausgeprägt.

 

Das Kind muss zuerst, bevor es ins magische Alter kommt, seine eigene Identität entwickeln, sich abgelöst haben von seiner Mutter (Symbiose). Sobald es sich seiner selbst bewusst ist und vermehrt von sich selbst als “ich“ spricht, entwickelt es vermehrt Fantasien. Es möchte damit die Welt selbst steuern, den Ängsten, Kränkungen und unsicheren Gefühlen entgegenwirken, die es in der rationalen Welt erfahren hat, so ein Gleichgewicht schaffen, um sich sicherer darin zu bewegen.

Durch die andere Sichtweise auf die Dinge des Lebens, verarbeiten Kinder negative Erlebnisse, schöpfen Positives und geben sich selbst dadurch mehr Sicherheit.

 

Das Ausleben dürfen der Fantasien macht Kinder stark. Viel Fantasie zu haben, deutet auf eine gute Portion Kreativität hin, die ihnen im weiteren Leben hilft, Lösungen für vielfältige Probleme zu finden. 

 

Wenn das Sitzmätteli zum Sitz im Flugzeug wird, der Ast als Steuerknüppel dient, die Znünibox aufgeregt davon flattert, weil es ein Vogel ist, dann haucht das Kind der “toten Materie“ Leben ein. Die Kinder schlüpfen in Rollen und tun so als ob. Das was herum liegt wird verwendet. Der Waldboden wird als Suppe im Topf verarbeitet, Kaffee schmeckt mit Tannennadeln noch besser.

Für sie ist die Fantasie real, sie tauchen mühelos ins Spiel ein, handumkehrt können sie die Sache auf die Seite legen, um später wieder dort weiter zu machen. Die objektive Grenze zwischen Fantasie und Realität ist für sie noch nicht sichtbar, sie sind fähig, zwischen beiden Ebenen problemlos zu wechseln.

 

Fantasie haben heisst nicht, sich etwas auszudenken, es heisst,

sich aus den Dingen etwas zu machen.  (Thomas Mann)

 

Unterstützung von Erwachsenen ist notwendig, wenn Ängste von Kindern zu gross werden, z.B. wenn die Gespenster nachts im Schrank partout nicht von alleine verschwinden. Es gilt gemeinsam, ohne die “Fantasien“ des Kindes zu ignorieren eine Strategie zu entwickeln, am besten sogar mit den eigenen Ideen des Kindes. Das schafft für das Kind Vertrauen, ein anderes Mal auch wieder eine Lösung finden zu können.

Kinder ermutigt es, wenn sie erleben was sie selber bewirken und es ist ein gutes Hilfsmittel für die Zukunft.

In der Spielgruppe gibt es auch Kinder, die nicht so intensiv ihre Fantasien ausleben. Nicht alle glauben an das Gleiche und das muss ebenso respektiert werden, ohne zu werten. So lernen die Kinder, dass verschiedene Ansichten nebeneinander Platz haben. 

 

Quellen: kindergesundheit-info.de - Magische Logik der Kinder    © dida  

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